Das perfekte Hochzeitsauto


Ob elegantes Oldtimer-Cabrio, charaktervoller Chauffeur-Service oder nostalgischer VW-Bulli – das Hochzeitsauto ist für viele Brautpaare ein kleines, aber feines Detail mit großer Wirkung. Es bringt euch nicht nur von A nach B, sondern liefert auch die Fotomotive, an die ihr euch noch in zwanzig Jahren erinnert. In diesem Beitrag stellen wir euch drei Anbieter aus der Region und Umgebung vor – und zeigen euch, worauf ihr bei der Wahl eures Hochzeitsautos achten solltet.

Warum überhaupt ein besonderes Hochzeitsauto?

Der Weg zum Standesamt, zur Kirche oder zur Location ist einer der emotionalsten Momente des Tages. Ein Oldtimer oder ein liebevoll restaurierter Bulli macht daraus ein kleines Ereignis für sich – inklusive bewundernder Blicke der Gäste und stimmungsvoller Fotos vor der Trauung. Wer im Fichtelgebirge oder den angrenzenden Regionen heiratet, hat dabei gleich mehrere lokale Anbieter zur Auswahl.

Die Anbieter in deiner Nähe

7 Stern Classics (Wunsiedel) – Oldtimer zum Selberfahren

Bei 7 Stern Classics aus Wunsiedel dürft ihr selbst ans Steuer: Zur Auswahl stehen ein Käfer Cabrio und ein Mercedes 250 SE, beide als Mietoldtimer zum Selbstfahren. Das Käfer Cabrio eignet sich besonders für eine offene Fahrt durchs Fichtelgebirge, während der 250 SE als gediegener Klassiker auch als Eyecatcher für besondere Anlässe dient.

Die Mietstaffelung reicht von einem Tag (300 € inkl. 100 km) über ein Hochzeitsspecial von Freitag 17 Uhr bis Sonntag 13 Uhr (450 € inkl. 200 km) bis zum kompletten Wochenende (530 € inkl. 300 km). Individuelle Anfragen sind telefonisch oder per E-Mail möglich.

Fischer Classics (Selb) – Oldtimer mit Chauffeurservice

Wer sich lieber ganz auf den Hochzeitstag konzentrieren möchte, ohne selbst zu fahren, ist bei Fischer Classics aus Selb gut aufgehoben. Inhaber Andreas Fischer bietet einen Mercedes 250 S (Baujahr 1966) und einen Oldsmobile Delta 88 (Baujahr 1967) jeweils mit Chauffeurservice an – beide Fahrzeuge sind für sechs Personen zugelassen und bieten reichlich Platz, auch für ein ausladendes Brautkleid. Der Chauffeur besitzt den vorgeschriebenen Personenbeförderungsschein, die Mitfahrenden sind versichert.

Im Hochzeits-Special sind Chauffeur, Endreinigung und 100 km bereits enthalten; für längere Strecken wird ein kleiner Treibstoffaufschlag berechnet. Auch Blumenschmuck fürs Fahrzeug lässt sich nach euren Wünschen organisieren.

Moment Fabrik (Zwickau) – Hochzeit im VW-Bulli

Etwas außerhalb der direkten Region, aber für alle mit einem Faible für Retro-Charme eine Überlegung wert: Moment Fabrik aus Zwickau vermietet einen liebevoll hergerichteten VW-Bulli inklusive privatem Chauffeur, der euch zum Standesamt und zur Feier fährt. Dazu gibt es passendes Zubehör wie einen Kinder-Bulli für die Kleinen, einen Anhänger für Candybar oder Geschenketisch sowie ein VW Golf 1 Cabrio als zusätzliches Fahrzeug.

Die Preise gelten unabhängig vom Anlass und werden stundenweise abgerechnet, immer inklusive Chauffeur und ohne Kilometerbegrenzung. Buchungen sind ganzjährig möglich, an Samstagen in der Hauptsaison (Mai bis September) eventuell mit Mindestbuchungsdauer.

Alternativen, wenn der Oldtimer (noch) nicht infrage kommt

Nicht jedes Budget oder jeder Geschmack verlangt nach einem Chauffeur-Service. Auch mit etwas Eigeninitiative lässt sich ein schönes Hochzeitsauto organisieren:

1. Familie und Freunde fragen. Oft gibt es im Bekanntenkreis ein besonderes Auto – ein schickes Cabrio, einen gepflegten Oldtimer oder einfach ein liebevoll geputztes Familienauto –, das sich jemand für den Tag ausleihen lässt. Das spart Kosten und bringt eine persönliche Note mit, weil das Fahrzeug vielleicht sogar eine eigene Geschichte hat.

2. Beim Autohaus oder einer klassischen Autovermietung mieten. Auch ganz normale Mietwagenanbieter oder lokale Autohäuser bieten oft hochwertige oder besonders schicke Modelle zur Tagesmiete an, die sich für die Hochzeit dekorieren lassen. Das ist meist unkomplizierter zu buchen als eine spezialisierte Oldtimer-Vermietung und eine gute Option, wenn der Hochzeitstermin kurzfristig feststeht.

Was ihr bei der Wahl des Hochzeitsautos beachten solltet

Wer darf das Auto fahren?

Bei geliehenen Privatfahrzeugen ist wichtig: Die fahrende Person muss in der Kfz-Versicherung des Halters mitversichert sein, sonst drohen im Schadensfall Probleme.

Fragt explizit nach, ob eine Versicherungserweiterung nötig ist. Bei professionellen Anbietern wie Fischer Classics oder Moment Fabrik übernimmt meist ein Chauffeur mit entsprechendem Personenbeförderungsschein das Steuer, sodass sich diese Frage gar nicht erst stellt. Bietet ein Anbieter Selbstfahren an (wie 7 Stern Classics), solltet ihr klären, welcher Versicherungsschutz besteht, ob ein Mindestalter oder eine Mindestdauer des Führerscheinbesitzes vorausgesetzt wird und wie hoch eine eventuelle Selbstbeteiligung im Schadensfall ist.

Ist das Auto groß genug für das Brautkleid?

Gerade bei ausladenden Brautkleidern mit viel Stoff oder Schleppe lohnt sich vorab ein Blick auf den Innenraum. Größere Limousinen wie der Mercedes 250 S bieten hier naturgemäß mehr Platz als ein kompaktes Käfer Cabrio. Am besten fragt ihr beim Anbieter gezielt nach den Platzverhältnissen oder vereinbart vorab eine kurze Besichtigung, bei der ihr (oder die Brautjungfer in Vertretung) probesitzt.

Weitere Punkte für die Checkliste

Neben Fahrer und Platzangebot lohnt sich ein Blick auf einige praktische Details:

  • Wie viele Freikilometer sind in der Miete enthalten und was kostet jeder weitere Kilometer?
  • Ist die Mietdauer flexibel genug für Fototermine, die sich verschieben?
  • Gibt es eine Alternative bei Pannen oder schlechtem Wetter, etwa bei einem offenen Cabrio?
  • Und nicht zuletzt: Wie weit im Voraus solltet ihr buchen, gerade in der Hauptsaison zwischen Mai und September sind beliebte Fahrzeuge oft Monate vorher ausgebucht.

Wer schmückt das Auto mit Blumen?

Blumenschmuck auf der Motorhaube oder an den Außenspiegeln gehört für viele Brautpaare zum stimmungsvollen Gesamtbild dazu. Einen solchen Autoschmuck fertigen die meisten Floristen auf Anfrage an – idealerweise derselbe, der auch den Brautstrauß und die Tischdekoration übernimmt, damit alles harmonisch zusammenpasst.

Wichtig für das Beratungsgespräch: das Fahrzeugmodell nennen, damit das Gesteck in Proportion und Höhe passt. Denn der Schmuck darf laut StVO weder die Sicht des Fahrers beeinträchtigen noch Beleuchtung oder Kennzeichen verdecken, und er muss so befestigt sein, dass er sich auch bei einer Vollbremsung nicht löst. Flache Arrangements, die mit Magneten, Saugnäpfen oder Bändern gesichert werden, haben sich bewährt.

Lokale Floristen aus der Region, die für solche Arbeiten in Frage kommen, findet ihr in unserer Dienstleisterliste.

Darf man Dosen hinterherschleifen?

Klappernde Blechdosen am Heck des Hochzeitsautos sind ein alter Brauch – sie sollen nach der Trauung böse Geister vertreiben und alle Umstehenden auf das frisch vermählte Paar aufmerksam machen.

Rechtlich ist das allerdings eine Grauzone: Klappernde Dosen, die an Schnüren hinter dem Fahrzeug hergezogen werden, können laut § 30 Abs. 1 StVO als unnötiger Lärm gelten und eine Ordnungswidrigkeit darstellen. Zudem besteht eine potenzielle Verkehrsgefährdung – etwa wenn sich Dosen oder Schnüre lösen und auf die Fahrbahn geraten.

Ob ein Bußgeld verhängt wird, liegt im Ermessen der Polizei. In der Praxis wird der Brauch vielerorts geduldet – sofern keine konkrete Gefährdung oder erhebliche Belästigung entsteht.

Wer auf der sicheren Seite sein möchte: Die Dosen nur auf einem kurzen, verkehrsarmen Abschnitt einsetzen und anschließend wieder entfernen. Dann macht auch ein schönes Foto davon noch mehr Sinn – und ihr habt die Erinnerung ohne das Risiko eines Bußgelds auf der langen Strecke zur Feier.

Darf man das Kennzeichen für den Hochzeitstag austauschen?

Der Wunsch ist verständlich: Ein „Just Married“-Schild oder ein Schild mit euren Namen wirkt auf Fotos natürlich viel romantischer als ein nüchternes amtliches Kennzeichen.

Tauscht ihr das eigentliche Kennzeichen des Fahrzeugs komplett gegen ein „Just Married“-Schild aus, dürftet ihr mit diesem Hochzeitsauto eigentlich gar nicht mehr im öffentlichen Verkehr unterwegs sein.

Denn die Verkehrsregeln schreiben unter § 23 Absatz 1 StVO vor, dass das Nummernschild gut lesbar sein muss. Daher bietet sich ein „Just Married“-Schild eher für Fotos an – während der Fahrt solltet ihr das amtliche Kennzeichen des Kfz verwenden.

Die elegante Lösung: das Schild vor dem Fotoshooting kurz befestigen, ein paar schöne Aufnahmen machen – und dann wieder gegen das echte Kennzeichen tauschen, bevor es auf die Straße geht.


Habt ihr Erfahrungen mit einem der genannten Anbieter gemacht oder kennt einen weiteren Geheimtipp aus der Region? Schreibt es uns gerne!chreibt es uns gerne!